ZKT - Bau, Form und Material

Zylinderkonische Tanks werden mit einem, wie der Name schon sagt, zylindrischen Oberteil und einem konusförmigen Unterteil gebaut. Diese Form von Lagertanks hat sich bewährt, da sich die Hefe unten ansammeln kann und gut und vollständig entfernt (Hefeerente) werden kann. Außerdem sind die Tanks so besser zu reinigen (CIP) und zu entleeren.

Früher wurden Zylinderkonische Gärtanks (ZKT) aus Schwarzstahl hergestellt. Heute werden ZKT ausschließlich aus nicht rostendem Edelstahl (1.4301 oder 1.4306) gefertigt. Im Volksmund auch als V2A bzw. V4A bekannt.

Um Infektionen zu vermeiden, ist die innere Oberfläche des ZKT mindestens genau so wichtig wie das Material selbst. Sie muss möglichst plan sein, und darf keinerlei Vertiefungen aufweisen. Diese Unebenheit der Oberfläche wird als Rauheit bzw. Rautiefe bezeichnet. Durch geeignete Bearbeitung des Stahls kann diese gemindert, und somit die Infektionsgefahr gesenkt werden. Die Rautiefe sollte bei einem qualitativ hochwertigen Tank den Wert 0,8μm nicht überschreiten. Diese Art von Nachbearbeitung ist mit viel Aufwand und somit Mehrkosten verbunden.

Im Gegensatz zum zylindrischen Teil, wird der konische Teil des Tanks oft geschliffen und elektropoliert. Dadurch wir eine Rautiefe von bis zu < 0,2μm erreicht. Dieser Aufwand wird betrieben, um den Hefeaustrag zu verbessern und um alle Hefezellen und Trubteilchen bei der Reinigung rückstandslos zu entfernen.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf die Schweißnähte gelegt werden. Diese müssen um Kontaminationen zu vermeiden besonders fein geschliffen werden. Bei "Billig-Tanks" wird diese Nachbearbeitung der Schweißnähte oft mangelhaft ausgeführt. Oft lässt sich der billige Preis darauf zurück führen. Solche Verarbeitungsfehler lassen sich nur selten mit intensiven Reinigungen und Desinfektionen in den Griff bekommen.